Neues Unterhaltsrecht - Mehr Gerechtigkeit – für wen?

Seit 2008 ist das neue Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts in Kraft.
 
Quelle: Uli Beuttenmüller, Kirchheim-Jesingen

 
Es will in erster Linie das Kindeswohl stärken, indem es den Unterhaltsanspruch für fast 2.2. Millionen betroffene Kinder in den ersten Rang hebt.

Das Netzwerk Alleinerziehenden-Arbeit begrüßt diese Absicht ebenso wie die frauenpolitische Absicht der nachehelichen Verantwortung sowie der eigenständigen Existenzsicherung.

Doch das neue Unterhaltsrecht führt auch dazu, dass künftig noch viel mehr alleinerziehende Mütter den Spagat zwischen Beruf und Kinderbetreuung bewerkstelligen müssen. Denn das neue Unterhaltsrecht geht von gesellschaftlichen Voraussetzungen aus, die bisher noch nicht gegeben sind:

  • Umfassende und flexible Kinderbetreuung
  • Überobligatorische Belastung von Alleinerziehenden
  • Kinder über 12 Jahre geraten aus dem Blick
  • Kein Beitrag zur Verringerung der Kinderarmut
  • Unterhaltsflucht bleibt ein Kavaliersdelikt
  • Fehlende Steuergerechtigkeit
  • Zu wenig Rechtssicherheit für Familien
  • Lastenverteilung zwischen den Geschlechtern  
 
 
 
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