Arm, ärmer, alleinerziehend

45,8 % aller Alleinerziehenden in Baden-Württemberg  sind von Armut betroffen, so die zentrale
Aussage des Ersten Armuts-und Reichtumsberichts des Landes
Baden-Württemberg.  Der Befund ist nicht neu, erschreckend ist aber, dass ebenso wie bei kinderreichen Familien von 2007 bis 2013 eine gravierende Verschlechterung stattgefunden hat.

Im Rahmen eines Fachgespräches am 15. Juni 2016 in Stuttgart erörterten  Politiker_innen, Fachleute sowie Betroffene Strategien zur Entlastung und finanziellen Absicherung  von Alleinerziehenden und ihren Kindern.

Gefordert wurde u.a. eine Studie zu geleisteten Unterhaltszahlungen. Diese könnte beispielsweise in der geplanten Fortschreibung des Armuts-Reichtumsberichts ein Themenschwerpunkt sein. Der fehlende bezahlbare Wohnraum für Alleinerziehende sowie die gesundheiltiche Belastung von Alleinerziehenden stand ebenfalls im Mittelpunkt der Erörterungen. Denn Armut erschöpft zusätzlich und viele Kinder kennen keine Familienferien. Familienerholung ist jedoch eine wichtige unterstützende Maßnahme.

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit fordert schnelle und wirkungsvolle Maßnahmen.

Quelle: Hannelore List